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Standorte REMONDIS-Gruppe

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Standorte REMONDIS-Gruppe

Blick auf die Skyline und den Fluss der Stadt Frankfurt am Main

Referenzprojekt

FES: ÖPP in Frankfurt am Main

Frankfurt am Main: Symbol wirtschaftlicher Potenz und internationale Strahlkraft

Frankfurt am Main ist die fünftgrößte Stadt Deutschlands und eine der bedeutendsten Finanzplätze und Messe­standorte weltweit. International agierende Unternehmen und Institutionen sorgen für eine über­durchschnittlich dynamische Entwicklung. Ungeachtet dessen ist Frankfurt am Main eine grüne Stadt. Gut 50 Prozent der Flächen sind Grün- und Freiflächen und dienen der Naherholung sowie dem klimatischen Ausgleich. Das kulturelle Angebot der südhessischen Metropole reicht von renommierten Museen bis hin zu pulsierenden Festivals. Die Stadt ist stolz auf ihre kulturelle Vielfalt und ihre traditionsreiche Geschichte und wird als weltoffen und lebendig wahrgenommen.

Frankfurt am Main

  • Bundesland: Hessen
  • Einwohner: 749.596 (2023)
  • Größe: 248,31 km²
  • Bevölkerungsdichte: 3.019 Einwohner / km²

Merkmale: Großstädte und Hochschul­standorte mit heterogener sozio­ökonomischer Dynamik*

Ähnliche Kommunen: Bochum, Düsseldorf, Essen, Hannover, Herne, Köln, Nürnberg, Oberhausen, Stuttgart*

* Quelle: Bertelsmann Stiftung

Porträtbild von Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main

„Vor allem kann ein Oberbürgermeister konstruktive Kräfte bündeln. Und das genau will ich tun: Die Willigen, die Konstruktiven, jene, die praktikable Lösungen für die Probleme der Stadt und ihre Zukunft suchen, möchte ich zusammenführen.“

Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt

FES: Eine starke Partnerschaft für Wirtschaftlichkeit und Innovation

Bereits seit 1998 arbeiten die Stadt Frankfurt am Main und REMONDIS als öffentlich-private Partner im Unternehmen Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) zusammen. Diese ÖPP im Bereich Abfallwirtschaft folgt dem klassischen Kooperations­modell: REMONDIS hält 49 Prozent an der FES und die Kommune Frankfurt sichert mit 51 Prozent die hoheitliche Entscheidungs­gewalt und Kontrolle. In Kooperation mit ihren Tochter­gesellschaften und Beteiligungen FFR GmbH, Rhein-Main Biokompost GmbH, TRAPP Handels GmbH, MHKW Frankfurt GmbH, FAS GmbH, Rhein-Main Solarpark GmbH und FES Abfallmanagement und Service GmbH ist die FES u. a. für die kommunale Abfallentsorgung und Bioabfall­behandlung sowie die Verkehrs­sicherung und Stadtreinigung in Frankfurt am Main verantwortlich.

Projektverlauf der ÖPP FES

Die FES startete 1996 als rein kommunales Unternehmen. Nach der funktionalen Privatisierung sollten zwei Jahre später 49 Prozent der Anteile an einen Partner aus der Privatwirtschaft überschrieben werden. In einem Bieter­wettbewerb setzte sich REMONDIS durch und ging erstmals ein Beteiligungs­projekt mit einer großen deutschen Metropole ein. Durch erhebliche Neustrukturierungen konnte die FES in der Folge Prozesse straffen und Effizienz­potenziale aktivieren. Außerdem erschloss das Unternehmen neue Geschäftsfelder wie Grünpflege, Verkehrssteuerung, sowie mobile Fahrzeugsperren. Letztere ermöglichen temporäre Absperrungen im öffentlichen Raum – beispielsweise bei Großveranstaltungen. Zudem expandierte die FES zunehmend ins Umland. Im Laufe der partner­schaftlichen Zusammenarbeit entwickelte sich die FES zum führenden Abfall­verwertungs­anbieter im gesamten Rhein-Main-Gebiet. Die ÖPP wurde mittlerweile um 20 weitere Jahre verlängert.


Partnerschaft Frankfurt am Main und REMONDIS

Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES)

Leistungen der ÖPPRecycling, Stadtsauberkeit, Verkehr
Projektbeginn1998
Modell der ZusammenarbeitKooperationsmodell
REMONDIS-Beteiligung 49 %

Tochtergesellschaften:

  • FAS GmbH (intelligente Fahrer­assistenz­systeme)
  • FES Abfallmanagement- und Service GmbH (Sammlung Verpackungs­abfälle)
  • FFR GmbH (Verkehrs­sicherung, Grünpflege, Straßenreinigung)
  • MHKW Frankfurt GmbH (Entsorgungs­fachbetrieb Müllheizkraftwerk)
  • RMB Rhein-Main Biokompost GmbH (Kompost­produktion und Energie­gewinnung)
  • RMS Rhein-Main Solarpark GmbH (Betrieb Solarpark)
  • TRAPP Handels GmbH (Altpapier­entsorger und Verwerter)

Leistungsportfolio der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH

  • Abfall­entsorgung
  • Altpapier­entsorgung
  • Schadstoff­mobil
  • Straßen­reinigung
  • Winterdienst
  • Verkehrs­sicherung und Ampel­technik
  • Entsorgung Verpackungs­abfälle
  • Bioabfall­behandlung und Entsorgung
  • Solar­energie­gewinnung
  • Container­dienstleistungen
  • Verbrennung von Haushalts­abfällen und Erzeugung von Strom
  • Solar­energie­gewinnung und Fern­wärme
  • Mobile Fahrzeugs­perren

Öffentlich-Private Partnerschaft mit Mehrwert und Bestand

Trotz wechselnder Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat hat die ÖPP in Frankfurt am Main über viele Jahre Bestand.


Motive für die Partnerschaft

Finanzielle Entlastung der damals angespannten Haushaltslage

Hoffnung auf signifikante Fortschritte in der Leistungs­erbringung im Bereich Abfall­entsorgung

Senkung der in den voran­gegangenen Jahren angestiegenen Gebühren für die Abfall­entsorgung und Stadt­reinigung

Verwertung von Reststoffen im Sinne des 1996 erlassenen Kreislauf­wirtschafts- und Abfall­gesetzes

Recycling­kapazitäten für die Etablierung einer leistungsfähigen Kreislauf­wirtschaft


Motive für eine langfristige Partnerschaft

Privater Partner sorgt für Wirtschaft­lichkeit durch eine effiziente Unternehmens­führung

Entsorgung, Stadtreinigung und Recycling tragen mittlerweile zum städtischen Haushalt bei

Zufriedene Arbeitnehmer und Sicherung des gewachsenen Mitarbeiter­stamms innerhalb der FES

Stabile Gebühren in der Abfall­entsorgung und Straßen­reinigung sowie zufriedene Bürgerinnen und Bürger

Stellung als führender Anbieter für Abfall­entsorgung, Recycling und Straßen­reinigung im Rhein-Main-Gebiet

Plus für Frankfurt: Durch ÖPP gemeinsam zu einer sauberen Stadt

Entspannter Haushalt: Durchschnittlich 8 Millionen Euro erhält Frankfurt jährlich von der FES und kann so die Abfall­gebühren stabilisieren.

Fachliches Know-how: Dank Expertise des privaten Partners im Entsorgungs­geschäft ist die FES immer auf dem neuesten Stand.

Digitalisierte Fahrzeuge: Elektronische Devices in den Sammel- und Reinigungs­fahrzeugen verstärken Effizienz und Zuverlässigkeit.

Zuverlässiger Service: 95 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind mit der regelmäßige Leerung der Abfall­tonnen zufrieden.

Alternative Antriebe: Die ÖPP investiert in umwelt­freundliche Fahrzeuge und errichtet eine Lade­infra­struktur für E‑Fahrzeuge.

Abfallfreie Stadt: Die FES gründet ein Zero Waste Lab, um Interessen zum Thema in der Stadt zu bündeln und effizienter umzusetzen.

Kommen Sie ins Gespräch

Sie haben Fragen oder wollen mehr Details wissen? Unsere Ansprechpartner helfen Ihnen gern weiter.

Ansprechpartner FES GmbH

Alexandra Chmielewski
Stabstellenleitung Unternehmensentwicklung
T +49 69 2017 114 99
E-Mail

Ansprechpartner REMONDIS

Jan van Delden
REMONDIS GmbH & Co. KG, Region Südwest
T +49 6042 9611-43 
E-Mail

Fragen und Antworten zur ÖPP in Frankfurt am Main

Warum realisiert die Stadt Frankfurt am Main ÖPP-Projekte?

Grund dafür, dass Frankfurt am Main 1998 eine Öffentlich-Private Partnerschaft mit REMONDIS eingegangen ist, war die seit Ende der 1980er stark angespannte Haushaltslage der Stadt. Aufgrund umfassender öffentlicher Bauvorhaben und der späteren Ausgabenpolitik stiegen die städtischen Schulden zeitweise auf mehr als 6 Milliarden D-Mark an. Im Zuge einer Haushaltssanierung ab 1995 unter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) sollte die Stadtwirtschaft effizienter und wirtschaftlicher strukturiert werden. Hierzu gehörte auch die Gründung einer eigenen GmbH für die Kreislaufwirtschaft, die dann als ÖPP ausgeschrieben wurde.

Gibt es in Frankfurt am Main Vorbehalte gegenüber der ÖPP?

Vorbehalte gegenüber dem ÖPP-Projekt Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) kamen mehrheitlich aus der Stadtratsfraktion Die Linke. Sie kritisierte, dass die ÖPP lediglich der Gewinnmaximierung des privaten Partners dienen würde. Auch die SPD brachte zeitweise eine Rekommunalisierung der Abfallwirtschaft in Frankfurt am Main ins Gespräch. Dies lehnte der FES-Betriebsrat jedoch ab mit der Begründung, die Mitarbeitenden der FES fänden das bestehende System gut. In der Frankfurter Öffentlichkeit gab es bislang keine Kontroverse zu dem Thema. Wie eine Umfrage ermittelte, sind 95 Prozent der Frankfurterinnen und Frankfurter mit der Leistungserbringung zufrieden.

Welche konkreten Vorteile hat die Stadt Frankfurt am Main von ÖPP-Projekten?

Die Stadt Frankfurt am Main zieht in vielerlei Hinsicht einen Vorteil von der ÖPP mit REMONDIS. Ein wichtigster Vorteil ist sicher die durch die Partnerschaft entstandene positive Haushaltslage. Damit verbunden sind stabile Abfallgebühren, von denen vor allem die Bürgerinnen und Bürger profitieren. Die sind zudem mehrheitlich zufrieden mit dem zuverlässigen Service der FES, wie eine Umfrage zeigt. Durch die ÖPP werden überdies Investitionen in alternative Antriebe für Sammel- und Reinigungsfahrzeuge möglich. Das nützt am Ende dem Ziel der Stadt, bis 2035 klimaneutral zu werden.

Wird durch ÖPP-Projekte in der Stadt Frankfurt am Main die Abfallentsorgung teurer?

Die Abfallgebühren befinden sich in Frankfurt am Main seit Jahren auf einem stabilen Niveau und das trotz steigender Entsorgungskosten. Das ist nicht zuletzt der Öffentlich-Privaten Partnerschaft mit REMONDIS geschuldet. Durch ein effizientes Wirtschaften tragen Entsorgung, Stadtreinigung und Recycling mittlerweile zum städtischen Haushalt bei. Die Stadt Frankfurt erhält im Jahr durchschnittlich 8 Millionen Euro von der FES, welche für die Stabilisierung der Abfallgebühren verwendet werden können.

Welchen Einfluss hat die Dauer des Vertrags auf das ÖPP-Projekt in Frankfurt am Main?

Durch das ÖPP-Projekt FES erfährt die Stadt Frankfurt am Main über den vertraglich festgelegten Zeitraum von 20 Jahren eine Entlastung im Bereich Abfallwirtschaft. Die FES als Öffentlich-Private Partnerschaft kümmert sich selbstständig und eigenverantwortlich um Entsorgung, Recycling und Stadtreinigung. Die Stadt selbst hat mit einem Stimmanteil von 51 Prozent bei allen Fragen rund um das gemeinsame Unternehmen dennoch das letzte Wort und profitiert auch von den Gewinnen, die die FES erwirtschaftet.