Standorte REMONDIS-Gruppe

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Standorte REMONDIS-Gruppe

Blick von oben auf den Freiburger Münster und die Altstadt in Freiburg im Breisgau

Referenzprojekt

ÖPP in Freiburg im Breisgau

Freiburg im Breisgau: Grüne Vorzeigestadt von internationalem Renommee

Freiburg im Breisgau gilt international als Vorreiterin für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Bereits seit den 1970er Jahren setzt sich die südlichste Großstadt Deutschlands und inoffizielle Schwarzwaldhauptstadt für kommunale und globale Umweltschutzbelange ein. Seit 1996 steht auch der Klimaschutz auf der Agenda der selbsterklärten Green City Freiburg. Dieses stadtprägende Engagement spiegelt sich nicht nur in der politischen Ausrichtung der Universitätsstadt wider, sondern wirkt sich auch auf die lokale Wirtschaft und Wissenschaft aus. Gleichsam ist Freiburg ein Haupttourismusziel in Südwestdeutschland (pro Jahr rund 5.000 Gäste je 1.000 Einwohner) und aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage in der 3 Länder übergreifenden Metropolregion Oberrhein eine international gefragte Messestadt.

Freiburg im Breisgau

  • Bundesland: Baden-Württemberg 
  • Einwohner: 230.241 (2019) 
  • Größe: 153,04 km² 
  • Bevölkerungsdichte: 1.504 Einwohner / km²

Merkmale: Großstädte und Hochschulstandorte mit heterogener sozioökonomischer Dynamik* 
Ähnliche Kommunen: Aachen, Bamberg, Flensburg, Konstanz, Krefeld, Neu-Isenburg, Oldenburg, Osnabrück, Wiesbaden, Würzburg*

* Quelle: Bertelsmann Stiftung

Porträtbild von Martin Horn, Bürgermeister der Stadt Freiburg im Breisau

„Ich freue mich, dass es vor allem durch die zuverlässige öffentlich-private Partnerschaft mit REMONDIS gelungen ist, die Fahrzeugflotte der Freiburger Abfallwirtschaft bis Ende 2024 auf erneuerbare Antriebe umzustellen und damit Vorreiter in ganz Deutschland zu sein. Ohne einen starken Partner an der Seite hätten wir dies nicht so schnell umsetzen können.“

Martin Horn, Bürgermeister der Stadt Freiburg im Breisgau

Starke Partnerschaft für die Green City Freiburg

Die Zusammenarbeit zwischen der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF GmbH) und REMONDIS besteht seit 2005. In dem Kooperationsmodell hält REMONDIS 47 Prozent an der Öffentlich-Privaten Partnerschaft, während die Stadt Freiburg i. Br. mit 53 Prozent die Entscheidungshoheit sichert. Das kommunale Leistungsspektrum der ASF umfasst die Abfallsammlung von Rest- und Bioabfall, Papier und Leichtverpackungen, Sperrmüll- und Schnittgutabholung, die Sammlung der Wertstoffe Glas, Altelektrogeräte, Alttextilien und Metalle, den Betrieb von drei Recyclinghöfen und einer Umschlagstation, Stadtreinigung, Winterdienst, Gebührenveranlagung sowie Deponie-Rekultivierung. Hinzu kommen gewerbliche Leistungen wie Containerdienst, Transport und Logistik, Verwertung und Beseitigung, Reinigungs- und Serviceleistungen, Altkleidersammlung für karikative Einrichtungen sowie Speiserestentsorgung und -aufbereitung.

Bei der Entsorgung und Aufbereitung von Abfällen zur stofflichen Verwertung (Recycling) kooperiert die ASF mit den REMONDIS-Töchtern RETERRA Freiburg GmbH (Vergärungsanlage für Bioabfall) und der REMONDIS GmbH & Co. KG, Region Süd.


Projektverlauf für die ÖPP ASF

1999 wurde die ASF aus einem städtischen Eigenbetrieb gegründet. Die Umwandlung in eine ÖPP-Gesellschaft erfolgte 2002. Hierzu fand bereits im Jahr 2000 ein Teilnahmewettbewerb statt, dessen Teilnehmerkreis jedoch im Vorfeld durch eine Interessensbekundung eingeschränkt wurde. REMONDIS wurde wegen angeblich fehlender Referenzen vom Wettbewerb ausgeschlossen, legte dagegen jedoch erfolgreich Beschwerde ein. Den Zuschlag erhielt zunächst die RWE Umwelt, ehe 2005 die REMONDIS Kommunale Dienste Süd GmbH die 47 Prozent Anteile übernahm. Seither konnten zahlreiche innovative Projekte umgesetzt und in Angriff genommen werden, wie die Rekultivierung der Deponie Eichelbuck und deren wegweisende Umnutzung, der Aufbau des Gebrauchtwarenkaufhauses Fundfabrik (laufend) oder die Umstellung auf eine klimaneutrale Fahrzeugflotte (fast abgeschlossen).


Partnerschaft Freiburg im Breisgau und REMONDIS

Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF GmbH)

Leistungen der ÖPPRecycling, Energie, Stadtsauberkeit
Projektbeginn2005
Modell der ZusammenarbeitKooperationsmodell
REMONDIS-Beteiligung 47 %

Leistungsportfolio der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH

  • Abfallsammlung von Rest- und Bioabfall, Papier, Leichtverpackungen 
  • Sperrmüll- und Schnittgutabholung
  • Containerdienst 
  • Transport und Logistik
  • Sammlung Wertstoffe Glas, Altelektrogeräte, Alttextilien, Metalle 
  • Betrieb von 3 Recyclinghöfen
  • Verwertung und Beseitigung 
  • Reinigungs- und Serviceleistungen
  • Umschlagstation 
  • Stadtreinigung
  • Winterdienst
  • Speiserestentsorgung und -aufbereitung
  • Gebührenveranlagung 
  • Deponie-Rekultivierung
  • Altkleidersammlung für karikative Einrichtungen

Bewährte ÖPP: Erfolgreich für Freiburg im Breisgau

Trotz wechselnder Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat hat die ÖPP in Freiburg im Breisgau über viele Jahre Bestand.


Motive für die Partnerschaft

Zugriff auf das Know-how der Unternehmensgruppe

Starker Partner zur Weiterentwicklung der ASF

Sicherung der Arbeitsplätze


Motive für eine langfristige Partnerschaft

Höhere Wettbewerbsfähigkeit

Gebührenstabilität

Weiterentwicklung zu einem nachhaltigen Unternehmen

Freiburg im Breisgau profitiert: Noch grüner durch ÖPP

Wirtschaftlichkeit: Umsatzsteigerung, wachsende Mitarbeiterzahl, Steigerung des Jahresüberschusses um fast 400 % gegenüber 2001

Bessere Services: Stetige Weiterentwicklung des Dienstleistungsangebots und Ausbau der Services

Rekultivierung und Umnutzung der Deponie Eichelbuck zu einem zukunftsweisenden Umschlags-, Verwertungs- und Energiezentrum

Hochmoderne Abfallverwertung: Kompostierungsanlage, Grünschnitt- und Speiseresteaufbereitung, Pyrolyse-Anlage und Hackschnitzel-BHKW

Lokale Energieerzeugung: Deponiegasverwertung, Mikrogasturbine, Hackschnitzel-BHKW und Photovoltaikanlage auf Eichelbuck

Technische Innovationen: U. a. Aufwertung des Deponie-Schwachgases durch Mischung mit Biogas und Verstromung

Innovative Förderprogramme: Erfolgreiche Akquise von Fördermitteln für moderne Abfallwirtschaft (u. a. 8 Mio. € für klimaneutrale Fahrzeuge)

Klimaneutrale Fahrzeugflotte: Umstellung auf klimaneutrale Fahrzeuge in Sammlung und Straßenreinigung (2021 erste Wasserstofffahrzeuge)

Gemeinsame Herausforderungen in Freiburg im Breisgau

Weitere Abfallvermeidung: Haushaltsabfälle pro Einwohner bereits vergleichsweise gering, doch Freiburg will weiter reduzieren (Siedlungsund Restabfälle um 15 %)

Klimaneutrale Abfallsammlung: Bis 2030 soll die Abfallsammlung der ASF komplett klimaneutral erfolgen

Klimaneutrale ASF: Bis 2035 will die ASF als Unternehmen vollständige Klimaneutralität erreichen

Kommen Sie ins Gespräch

Sie haben Fragen oder wollen mehr Details wissen? Unsere Ansprechpartner helfen Ihnen gern weiter.

Ansprechpartner ASF GmbH

Peter Krause 
Leitung Marketing 
T +49 761 / 76707-724 
E-Mail

Ansprechpartner

Ulrich Steinborn
Geschäftsführer RETERRA Süd GmbH & Co. KG
T +49 89 89217-212 
E-Mail

Fragen und Antworten zur ÖPP in Freiburg im Breisgau

Welche konkreten Vorteile hat die Stadt Freiburg im Breisgau von ÖPP-Projekten?

Aus der Umwandlung der ASF von einer kommunalen Gesellschaft in eine ÖPP haben sich über die Jahre zahlreiche Vorteile ergeben. Dank der gewonnenen Agilität konnte die AFS ihren Umsatz und Jahresüberschuss enorm steigern und beschäftigt heute als beständiger und sicherer Arbeitgeber wesentlich mehr Mitarbeitende. Zahlreiche wegweisende Projekte – allen voran die Rekultivierung und Umnutzung der Deponie Eichelbuck – wurden erfolgreich durchgeführt. Darüber hinaus profitieren Freiburgs Bürgerinnen und Bürger vom stetigen Ausbau der Dienstleistungen rund um die Entsorgung und Stadtreinigung. Die regelmäßig erwirtschafteten Erlöse kommen dem Freiburger Haushalt zugute.

Gibt/gab es in Freiburg Vorbehalte gegenüber ÖPP-Projekten?

Als die ASF 2002 teilweise privatisiert wurde, gab es auch kritische Stimmen. Den damaligen Entscheidern wurde vorgeworfen, mit der Teilprivatisierung lediglich mehr Geld in die Stadtkasse spülen zu wollen. Auch das, wie die Badische Zeitung 2001 schrieb, „streng geheime Bewerbungsverfahren“ um die ausgeschriebenen Anteile von 47 Prozent an der ASF trug sicher nicht zur Vertrauensbildung bei. Wenige Jahre nach dem Einstieg von REMONDIS als privater Partner in die Freiburger Abfallwirtschaft überwogen dann aber die positiven Meinungen. Mittlerweile gilt Freiburg sogar als deutschlandweit führend in der Abfallvermeidung und Abfalltrennung.

Welche Projekte sind in Freiburg im Breisgau im Rahmen einer ÖPP realisiert worden?

Die ASF ist die einzige ÖPP in Freiburg im Breisgau. Seit Beginn der Partnerschaft wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, darunter insbesondere die umfangreiche Rekultivierung und Umnutzung der Deponie Eichelbuck. Die ehemalige Deponie wurde seit 2010 in mehreren Schritten zu einem hochmodernen Zentrum für Abfallsammlung, -verwertung und grüne Energieerzeugung ausgebaut. Ebenso krönen mittlerweile Photovoltaik-Anlagen den Energieberg Eichelbuck. Zusammen mit PV-Anlagen auf dem Betriebshof St. Gabriel erzeugt die ÖPP rund 3.900 MWh – das ist deutlich mehr Ökostrom als die ASF verbraucht. Mit dieser positiven Energiebilanz wird auch der Umstieg auf die E-Mobilität rundum nachhaltig.

Im Bereich der Abfallentsorgung begann 2021 mit dem Einsatz von zwei wasserstoffbetriebenen Sammelfahrzeugen der Umstieg von fossiler auf erneuerbare Energienutzung. Aktuell fahren 15 der ingesamt 22 Fahrzeuge in Freiburg mit Wasserstoff – das entspricht 68 Prozent der kommunalen Flotte – und sind täglich für die Sammlung von Bioabfall, Altpapier, Gelber Sack und Restabfall im Einsatz. 7 weitere Brennstoffzellenfahrzeuge sollen die Flotte komplettieren, sodass die Umstellung auf einen klimaneutralen kommunalen Fuhrpark bis Ende 2024 abgeschlossen ist. Auch im Bereich Stadtreinigung sind mittlerweile 85 Prozent der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben unterwegs.

Wird durch ÖPP-Projekte in der Stadt Freiburg zum Beispiel die Abfallentsorgung teurer?

Nein, im Gegenteil: Die Abfallgebühren haben sich 2024 für die Freiburgerinnen und Freiburger tatsächlich um rund 16 Prozent erhöht. Das liegt aber weniger an der ÖPP als vielmehr an den allgemein gestiegenen Entsorgungskosten durch Inflation, Lohnkosten und CO2-Bepreisung. Insgesamt waren die Gebühren aber über Jahre hinweg auf einem stabilen Niveau und die ASF hat die Stadt Freiburg mit ihrem Engagement zur deutschlandweiten Vorreiterin in punkto Stadtsauberkeit und Abfallmanagement gemacht.

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