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Ein Jahr digitaler Wertstoffhof MAEX in Potsdam

Copyright: Stadtentsorgung Potsdam (STEP)

Seit einem Jahr bietet MAEX am Wertstoffhof in Potsdam-Drewitz mehr Flexibilität bei der Wertstoffabgabe. Über 1.500 Bürgerinnen und Bürger haben sich seit dem Start im Juli 2025 registriert und buchen regelmäßig Termine über die App. Nach erfolgreicher Pilotphase geht der digitale Wertstoffhof nun in den Dauerbetrieb über. Zeit für eine Bilanz: Wie schlägt sich das digitale Self-Service-System im Alltag und welchen Nutzen bietet MAEX Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürgern?

Wertstoffhöfe sind für Kommunen unverzichtbar: Hier entsorgen Bürgerinnen und Bürger, was die reguläre Abfallabholung nicht erfasst – von Elektroschrott über Sperrmüll bis hin zu größeren Mengen an Grünschnitt aus dem eigenen Garten. Doch auch Wertstoffhöfe stoßen an Grenzen. Die Öffnungszeiten passen nicht immer zum Alltag der Nutzerinnen und Nutzer, teilweise fehlt schlicht das Personal und zu Stoßzeiten bilden sich lange Warteschlangen.

MAEX: So funktioniert der digitale Wertstoffhof

MAEX erweitert die regulären Öffnungszeiten eines Wertstoffhofs flexibel durch ein digitales Self-Service-System. Über eine App können Bürgerinnen und Bürger einen Termin buchen sowie Abfallart und -menge angeben. Für das gebuchte Zeitfenster erhalten sie anschließend Zutritt zum Wertstoffhof – auch wenn dieser regulär bereits geschlossen ist. Das Zugangstor öffnet sich automatisch per Bluetooth, die Abgabe erfolgt eigenständig und kontaktlos. Die Größe des reservierten Bereichs sowie das Angebot der Fraktionen, die über MAEX entsorgt werden können, legt die jeweilige Kommune im Vorfeld fest.

 Wie die Wertstoffabgabe außerhalb der regulären Öffnungszeiten funktioniert, zeigt Potsdam: Auf dem Gelände im Stadtteil Drewitz wurde ein rund 350 Quadratmeter großer Bereich als „Hof im Hof" eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger können hier sechs Abfallfraktionen abgeben: Sperrmüll, Metalle, Grünschnitt, Glas, Papier, Pappe und Karton (PPK) sowie Abfälle, die in Potsdam über die Gelbe Tonne+ entsorgt werden. Diese wurde als Ergänzung zur regulären Gelben Tonne ebenfalls 2025 eingeführt, um die Recyclingquote zu erhöhen. Aber nicht jede Abfallfraktion eignet sich für den Self-Service: Schadstoffe wie Farben, Altöl, Dachpappe oder Autobatterien müssen weiterhin vom Fachpersonal der STEP beurteilt und sicher entsorgt werden. Sie sind vom Self-Service grundsätzlich ausgenommen.

Hohe Nachfrage und positives Feedback nach einem Jahr MAEX in Potsdam

Das Feedback der Bürgerinnen und Bürger fällt nach einem Jahr durchweg gut aus. Gelobt werden vor allem die Flexibilität und das unkomplizierte Handling des Angebots. Diese Einschätzung deckt sich mit den Zahlen der Stadtentsorgung Potsdam (STEP): Seit dem Pilotstart am 22. Juli 2025 haben sich 1.516 Personen für MAEX registriert. Besonders begehrt sind die Slots an Samstagen, die regelmäßig nahezu ausgebucht sind.

 Auch das System selbst laufe zuverlässig, so STEP-Geschäftsführer Thomas Schiefelbein. „Der digitale Wertstoffhof hat sich im Praxistest bewährt. Die hohe Akzeptanz und die positiven Rückmeldungen unserer Kundinnen und Kunden bestätigen uns darin, diesen Weg weiterzugehen“, erläutert Schiefelbein weiter. Fehlwürfe kommen vor, bewegen sich laut STEP aber auf niedrigem Niveau.

 Nach der erfolgreichen Pilotphase geht es für STEP nun einen Schritt weiter: Das Landesamt für Umwelt Brandenburg hat Ende Juli 2026 die Genehmigung für den dauerhaften Betrieb erteilt.

Mehrwert für Kommunen und Nutzende

MAEX hilft vor allem Kommunen, deren Wertstoffhöfe bei hoher Nachfrage an Personalgrenzen stoßen. Der Self-Service ermöglicht erweiterte Abgabezeiten, ohne dass Betreiber zusätzliches Personal einplanen müssen. Das entlastet die Teams vor Ort und steigert gleichzeitig das Serviceangebot für Bürgerinnen und Bürger spürbar. Sie erhalten unkomplizierten Zugang zum Wertstoffhof, buchen Termine individuell und ohne lange Wartezeiten. Auch Zahlungen für gebührenpflichtige Mengen an Grünschnitt sind unkompliziert in der App möglich. Diese Angebote werden so gut angenommen, dass die Buchungszeiten in Potsdam beispielsweise weiter ausgeweitet werden konnten: Seit dem 1. August 2026 ist MAEX hier bis 22 Uhr buchbar.

 So einfach lässt sich MAEX in Städten und Gemeinden einrichten

Der Installationsaufwand für MAEX ist gering: Benötigt werden im Wesentlichen eine elektrische Tor- oder Schrankenanlage für die Zugangskontrolle sowie eine ausreichende Beleuchtung des Geländes. Ein klassischer Wertstoffhof ist keine Voraussetzung – je nach Situation vor Ort eignen sich auch ein Parkplatz oder ein abgegrenzter Teilbereich eines bestehenden Geländes. MAEX lässt sich dadurch flexibel in bestehende Infrastrukturen integrieren und an die Anforderungen des jeweiligen Standorts anpassen.

Melden Sie sich zum kostenfreien Webinar am 21. August 2026 an und erfahren Sie, wie einfach sich MAEX in Ihrer Kommune umsetzen lässt.
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Quellen

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