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Referenzprojekt

EBE GmbH: ÖPP in Essen

Essen – Strukturwandel im Herzen des Ruhrgebiets

Essen galt einst als industrielles Zentrum des Ruhrgebiets. Die Kohleindustrie bildete eine wichtige Grundlage der deutschen Industrialisierung und trug maßgeblich zum wirtschaftlichen Aufschwung bei. Nach der Schließung der letzten Zeche im Jahr 1986 entwickelte sich die Stadt schrittweise zu einem Standort für Kultur und Klimaschutz und richtete sich damit wirtschaftlich komplett neu aus. International sichtbar wurde dieser Strukturwandel durch die Ernennung zur Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2010 sowie zur Grünen Hauptstadt Europas 2017. Ausschlaggebend für den zweiten Titel waren Maßnahmen zur nachhaltigen Stadtentwicklung und die Umgestaltung ehemaliger Industrieflächen. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung an der Zeche Zollverein, dem UNESCO-Weltkulturerbe der Stadt. Heute steht das ehemalige Industriegelände sinnbildlich für den Strukturwandel in Essen – ein Ort, an dem Industriekultur auf Kunst, Kreativität und urbanes Leben trifft.

Essen

  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Einwohner: 590.278*
  • Größe: 210,3 km²*
  • Bevölkerungsdichte: 2.807 Einwohner je km²

* Quelle: Stadt Essen

Merkmale: Großstädte und Hochschul­standorte mit heterogener sozio­ökonomischer Dynamik**

Ähnliche Kommunen: Bochum, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hannover, Herne, Köln, Nürnberg, Oberhausen, Offenbach am Main**

** Quelle: Bertelsmann Stiftung

Langjährige Partnerschaft für ein lebenswertes Essen

Die Entsorgungs­betriebe Essen GmbH (EBE) besteht seit 1999 als Öffentlich-Private Partnerschaft zwischen REMONDIS und der Stadt Essen. Während REMONDIS 49 Prozent der Anteile hält, liegen 51 Prozent bei der Stadt Essen. Die EBE ist u.a. für die Entsorgung der Abfälle privater Haushalte zuständig. Die hundert­prozentige Tochter­gesellschaft Entsorgungs- und Servicebetriebe Essen GmbH & Co. KG (ESBE) konzentriert sich auf Gewerbe­kunden aus Handel und Industrie. Darüber hinaus misst die Stadt den Themen Stadt­sauberkeit, Kreislauf­wirtschaft und Umwelt­bildung eine hohe Bedeutung bei. Die EBE investiert hier z. B. in Bildungs­angebote und setzt verstärkt auf digitale Lösungen in der Abfallwirtschaft.

Projektverlauf der ÖPP EBE

Mit der Gründung der EBE reduzierte die Stadt den Verwaltungs­aufwand im Bereich Abfall­entsorgung erheblich und wurde zugleich wirtschaftlich leistungsfähiger. Bereits zu Beginn der Partnerschaft zeigten sich positive Auswirkungen: So wurden der Fuhrpark modernisiert, die Abfall­gebühren für die Essener Bürgerinnen und Bürger stabilisiert und erste Gewinne in die Stadtkasse zurückgeführt. Heute ist die Abfall­wirtschaft deutlich digitaler als noch vor wenigen Jahren. Essen setzt hier auf zwei sich ergänzende Ansätze: den digitalen Wertstoffhof MAEX sowie die KI-gestützte Lösung CORTEXIA, die gemeinsam die Stadt­sauberkeit und Abfall­entsorgung effizienter gestalten. Die Reinigungsleistung kann dadurch gezielter geplant und gesteuert werden. Parallel dazu wurden bereits die ersten alternativen Antriebe für den Fuhrpark eingesetzt.


Partnerschaft Essen und REMONDIS

Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE)

Leistungen der ÖPPRecycling, Stadtsauberkeit
Modell der ZusammenarbeitKooperationsmodell
REMONDIS-Beteiligung49 %

Leistungsportfolio der EBE

  • Abfallabfuhr
  • Sperrmüll­service
  • Straßen­reinigung
  • Winterdienst
  • Recycling­höfe und Recycling­stationen
  • Altpapiersammlung
  • Altkleiderentsorgung
  • Elektro­schrott­entsorgung
  • Container­dienst
  • Abfall­beratung
  • Umwelt­pädagogik
  • Mehrweg­geschirr-Service
  • Tausch- und Verschenk­markt
  • Tannenbaum- und Laub­sammlung

Beständige Öffentlich-Private Partnerschaft mit Zukunft

Auch mit veränderten politischen Mehrheiten ist die ÖPP in Essen seit 1999 beständig.

Positive Ergebnisse für die Bürgerinnen und Bürger

Zukunfts­weisende Digitalisierung: Digitale Lösungen wie MAEX und CORTEXIA unterstützen die EBE bei der Planung und Steuerung von Straßent­reinigung und Abfallt­entsorgung in Essen.

Sichere Arbeitsplätze: Als verlässlicher Arbeitgeber bietet die EBE rund 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern langfristige Perspektiven.

Alternative Antriebe und Treibstoffe: Die EBE setzt im Stadtgebiet bereits Sammel­fahrzeuge mit Wasser­stoff-Antrieb ein, die im Betrieb leiser sind als Diesel­fahrzeuge.

Umwelt­bildung und Aufklärung: Gemeinsam mit Abfall­pädagogen bietet die EBE Kitas und Schulen ein kooperatives Bildungs­angebot rund um Abfall­wirtschaft und Recycling an.

Gewinne für das Gemeinwohl: Die von der EBE und der ESBE erwirtschafteten Gewinne fließen anteilig in den städtischen Haushalt.

Kommen Sie ins Gespräch

Sie haben Fragen oder wollen mehr Details wissen? Unsere Ansprechpartner helfen Ihnen gern weiter.

Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE)

Karsten Woidtke
Geschäftsführer
T +49201 854 2001
E-Mail

Ansprechpartner REMONDIS

Thorsten Feldt
Geschäftsführer
T +49 234 8921 138
E-Mail

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